Fissurenversiegelung der Milchzähne

Neben der Zahnpflege, für die wir selbst verantwortlich sind, gibt es bestimmte Maßnahmen, die nur der Zahnarzt durchführen kann. Eine davon ist die vorbeugende Fissurenversiegelung.
Auf den Kauflächen der Prämolaren und Molaren (der Vierer, Fünfer und Sechser) sind – besonders bei Kindern und jungen Menschen – zahlreiche fein geformte, unterschiedlich angeordnete Grübchen, Rillen und Furchen zu sehen, die zusammen das Fissurensystem bilden. Die tiefsten Stellen dieser Fissuren sind wegen ihrer Größe und Form für die Borsten der Zahnbürste oft schwer erreichbar. Deshalb sammeln sich dort leicht Speisereste und Bakterien, und diese Stellen sind besonders anfällig für Karies.
Um Karies an diesen Stellen vorzubeugen, führen Zahnärzte die sogenannte Fissurenversiegelung durch. Das Verfahren ist einfach und schmerzfrei, erfordert kein Entfernen von hartem Zahngewebe (Bohren) und keine Betäubung.
So läuft die Behandlung ab
- Zunächst werden die Zähne mit einem rotierenden Bürstchen und einer speziellen Paste gründlich gereinigt, um alle Beläge zu entfernen.
- Auf die Kaufläche wird eine milde Säure aufgetragen, deren Säuregrad etwa dem von Zitronensaft entspricht. Sie raut die Zahnoberfläche auf, damit der Versiegler möglichst gut haftet.
- Nach 30 Sekunden wird die Säure mit Wasser abgespült und der Zahn sorgfältig getrocknet.
- Auf die getrocknete Kaufläche wird das Versiegelungsmaterial aufgetragen, das relativ leicht in alle Grübchen, Vertiefungen und Rillen fließt.
- Zum Schluss wird das Material mit dem Licht einer Polymerisationslampe ausgehärtet.
Direkt nach der Fissurenversiegelung darf wieder gegessen und getrunken werden.